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Hypnose, Trance - Was ist das überhaupt?

Unter Hypnose versteht man eine Methode, einen veränderten Bewusstseinszustand (Trance) herzustellen: Der Geist richtet seine Aufmerksamkeit nach innen, auf ein bestimmtes, zuvor besprochenes Thema. Zunächst wird mit einleitenden Worten eine tiefe körperliche Entspannung herbeigeführt, die sich messbar auf die Gehirnströme auswirkt und zu Alpha-, Theta- und Beta-Wellen führt. Dieser Zustand ähnelt dem der Meditation und wird Ruhezustandsnetzwerk ("default mode") genannt. Ein tiefes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit stellt sich ein, äußere Ablenkungen werden unwichtig.

Im Anschluss formuliere ich als Therapeutin bildhafte Vorstellungen und Vorschläge (Suggestionen), die auf dem Vorgespräch beruhen. Das Ziel meiner Worte ist, die innere Aufmerksamkeit auf unbeachtet schlummernde Kompetenzen und freudvolle Erfahrungen zu lenken, um neue Lösungsmöglichkeiten zu finden und vorstellbar zu machen. Auf diese Weise werden neue neuronale Netzwerke gebildet, die bisherige, weniger zielführenden Denk- und Handlungsmuster ablösen können. Da bei neuronalen Vorgängen immer Neurotransmitter freigesetzt werden - das deutsche Wort lautet "Botenstoffe", sie sind also die schnellen Laufburschen, die Informationen über die Nervenbahnen vom Gehirn in den Körper tragen und zurück - haben positive, beruhigende und heilsame Vorstellungen einen direkten Effekt auf die Produktion entsprechender Botenstoffe: zum Beispiel Noradrenalin für die gesunde Aufmerksamkeit, Oxytocin für soziale Zugewandtheit, Dopamin für das Erleben und Genießen von Vorfreude und Erfüllung, Endorphine für das Fühlen von Zufriedenheit und Glück.

Nach der Behandlung wird die Aufmerksamkeit von den inneren Prozessen zurück ins Hier und Jetzt gelenkt und der Körper aus der tiefen Entspannung zurückgeführt in einen angenehm entspannt-aktiven Alltagszustand.